Aktionärsdirektor

Ein Aktionärsdirektor ist ein Direktionsmitglied mit Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen. In Bezug auf die Sozialversicherungen gilt er als Arbeitnehmer. Er darf nur aufgrund seiner Stellung im Betrieb, nicht aber aufgrund seiner Stellung als (Teil-)Inhaber an der Vorsorge des Personals partizipieren. Diese Präzision ist wichtig, denn in steuerlicher Hinsicht würde eine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegen, wenn das Unternehmen […]

Arbeitgeberbeitragsreserven

Die Bildung von Arbeitgeberbeitragsreserven ist bis zu einer bestimmten Höhe steuerlich zulässig. Bei der direkten Bundessteuer beträgt der maximale Abzug fünf Jahresbeiträge des Arbeitgebers. Von dieser Praxis weichen die Kantone zum Teil ab. Es wird unterschieden zwischen Arbeitgeberbeitragsreserve und Zuwendung an das freie Stiftungsvermögen. Für letzteres gelten keine starren Begrenzungen, Grundlage ist der Stiftungszweck. Steuerlich […]

Autonome Vorsorgeeinrichtung

Alle Risiken wie Alter, Tod, Invalidität und das Anlagerisiko werden von der Vorsorgeeinrichtung selber getragen. Eine Vorsorgeeinrichtung gilt auch dann noch als autonom, wenn sie eine Stop Loss oder Excess of Loss Versicherung eingerichtet hat.

Besteuerung von Leistungen im BVG

Renten sind als Einkommen steuerbar. Kapitalleistungen werden getrennt vom übrigen Einkommen besteuert. Dabei werden kantonal verschiedene Verfahren angewendet: Besteuerung zum Rentensatz Besteuerung zu einem Bruchteil des regulären Steuersatzes für ein Einkommen in der Höhe der Kapitalleistungen Dies ist das vom Bund und von rund der Hälfte der Kantone angewandte Verfahren Besteuerung zu einem Sondertarif Besteuerung […]

Eigenhypothek

Für den überobligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge – ab einem Einkommen von CHF 126`900 – ist es möglich, die Vorsorgegelder in einem sogenannten 1e-Plan anzusparen. In einem solchen Plan wiederum kann das angesparte Vorsorgevermögen nach einer selbst gewählten Anlagestrategie festgelegt werden. Diese Strategien konnten verschieden ausgestaltet werden und bis zu 10% der Mittel für die […]

Geschichte der beruflichen Vorsorge in der Schweiz

  ca. 1850 Durch Arbeitgeber auf freiwilliger Basis eingeführte Vorsorgeeinrichtungen, welche Leistungen bei Tod und Erwerbsunfähigkeit vorsahen  1925 Bundesverfassung Durch die Aufnahme des Art. 34quarter in der Bundesverfassung erhält der Bund den Auftrag, eine Alters- und Hinterbliebenenversicherung einzuführen und zu einem späteren Zeitpunkt eine Invalidenversicherung einzurichten. 1948 AHVG Das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterbliebenenversicherung […]

Mindestzins / BVG-Mindestzinssatz

Der BVG-Mindestzinssatz ist derjenige Zins, mit welchem die nach dem BVG-Obligatorium angesparten Vorsorgeguthaben der berufstätigen Versicherten verzinst werden müssen. Der Bundesrat legt den BVG-Mindestzins aufgrund Art. 15 Abs. 2 BVG fest und überprüft ihn periodisch mindestens alle zwei Jahre. Als Grundlage für den Entscheid dient die jeweilige Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission), […]

Rückdeckung / Rückversicherung einer Vorsorgeeinrichtung

Die Rückdeckung ist die Versicherung der Vorsorgeeinrichtung. Da ein Vorsorgewerk oder eine Vorsorgeeinrichtung keine Versicherung im eigentlichen Sinn darstellt, wird von Rückdeckung gesprochen. Nach Umfang der Rückdeckung wird unterschieden: Rückdeckung mit Pauschalprämie Kongruente Rückdeckung Summenexzedentenversicherung zur Absicherung von Spitzenrisiken Stop Loss Excess of Loss In der Rückdeckung mit Pauschalprämie, wie bei der kongruenten Rückdeckung, werden […]

Steuerbefreiung der Vorsorgeeinrichtung

Vorsorgeeinrichtungen sind sowohl bei Bund und Kantonen steuerbefreit. Dies gilt auch für Einrichtungen, welche nur im über- oder ausserobligatorischen Bereich tätig sind, wie z.B. Wohlfahrtsfonds, Anlagestiftungen und Finanzierungsstiftungen. Die Steuerbefreiung betrifft nicht die Mehrwertsteuer, Stempelabgaben oder Verrechnungssteuern, welche auch von einer Vorsorgeeinrichtung bezahlt werden müssen. Quelle: Besteuerung Vorsorgeeinrichtungen: Art. 80 BVG

Stop Loss

Bei einer Stop Loss-Versicherung handelt um eine Überschaden-Versicherung für autonome Pensionskassen. Dabei werden Einzelschäden während eines Jahres aufaddiert. Übersteigen diese Schäden eine bestimmte Schadensumme (Selbstbehalt), so wird der übersteigende Betrag rückvergütet. Mit dem Stop Loss werden die Risikosummen Tod und Invalidität der einzelnen Versicherten gemäss Vorsorgereglement versichert. Eine kurzzeitige Invalidität ist nicht versicherbar. Die Berechnung der […]

Technische Rückstellung

Technische Rückstellungen sind die finanzielle Reserve für Leistungsversprechen, welche durch die Beiträge nicht oder nur teilweise gedeckt sind, oder Schwankungen unterliegen. Die Fachrichtlinie FRP2, welche die Vorsorgekapitalien und technische Rückstellungen beinhaltet, sieht folgende Rückstellungen vor: Zunahme der Lebenserwartung Der Sollbetrag für die Rückstellung entspricht mindestens 0.3 Prozent des Vorsorgekapitals, multipliziert mit der Differenz zwischen Berechnungsjahr […]

Technischer Zins

Der technische Zins ist eine rechnerische Grösse. Es ist derjenige Zins, mit welchem ein Vorsorgekapital aufgrund erwarteter zukünftiger Erträge abgezinst-, und für Rentenleistungen reserviert wird. Um ihren Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können, reserviert eine Vorsorgeeinrichtung ein Vorsorgekapital für die Alters- und Hinterlassenen-Renten. Dieses Kapital wird diversifiziert im Rahmen des Gesamtvermögens angelegt. Der technische Zins ist […]

Teilautonome Vorsorgeeinrichtung

Auch halbautonome Vorsorgeeinrichtung. Risiken wie Tod oder Invalidität werden rückgedeckt, die Risiken der Langlebigkeit und der Anlagen werden selber getragen. Die Rückdeckung wird durch spezialisierte Unternehmen gewährleistet. Sie ist in der Regel kongruent und deckungsgleich mit dem jeweiligen Reglement und den Vorsorgeplänen der Vorsorgeeinrichtung oder des Vorsorgewerkes.

Todesfall: Leistungen und Begünstigung

In der beruflichen Vorsorge sind die Hinterlassenenleistungen und die Anspruchsberechtigten in den Artikeln 18 bis 26a BVG festgelegt. Voraussetzung für einen Anspruch besteht unter anderem dadurch, dass der Verstorbene bei Eintritt des Todes versichert war oder eine Invaliden- oder Altersrente erhielt. Verheiratete Paare Der überlebende Ehegatte hat Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente, wenn er […]

Versicherungstechnisches Gutachten

Das versicherungstechnische Gutachten stellt ein wichtiges Führungsinstrument einer Pensionskasse dar. Es hat zum Zweck festzustellen, ob das Vermögen gemäss kaufmännischer Bilanz ausreicht um die reglementarischen Verpflichtungen zu erfüllen. Es gibt weiter Auskunft über die Entwicklung der finanziellen Situation, insbesondere über die Verlust- und Gewinnquellen. Überprüft wird die Entwicklung des versicherungstechnischen Risikoverlaufs und ob die Risikobeiträge […]