Arbeitslosigkeit

Stellenverlust

Bei einem Stellenverlust fehlen die Beiträge an die berufliche Vorsorge. Ein Ausgleich kann geschaffen werden, wenn Sie nochmals eine Stelle finden und ggf. die fehlenden Beträge einkaufen. Alternativ dürfen Sie die Vorsorge bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG weiterführen oder – unter gewissen Voraussetzungen – bei der PK des ehemaligen Arbeitgebers verbleiben.

Weiterführen der Vorsorge im Rahmen der Pensionskasse des Arbeitgebers

Per 1.1.2021 dürfen Personen, die das 58 Lebensjahr vollendet haben, weiter in der Pensionskasse des ehemaligen Arbeitgebers verbleiben. Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses muss durch den Arbeitgeber erfolgt sein. Somit erlischt der Anspruch auf eine Altersrente infolge der Arbeitslosigkeit nicht. Das Gesetz sieht vor, das bereits Personen mit vollendetem 55 Lebensjahr von dieser Regelung Gebrauch machen können, sofern dies im Reglement der Pensionskasse vorgesehen ist.

Weiterversicherte können verlangen, dass der versicherte Lohn für die gesamte Vorsorge oder allein für Alltersvorsorge herabgesetzt wird. Somit wird gewährleistet, dass die berufliche Vorsorge den finanziellen Möglichkeiten der Versicherten entspricht.


Weiterführen der Vorsorge im Rahmen der Stiftung Auffangeinrichtung

Während der Arbeitslosigkeit dürfen Sie weiter in die Pensionskasse einzahlen und dürfen später eine Altersrente beziehen. Eine Anmeldung muss spätestens 90 Tage nach dem Ausscheiden erfolgen.

Die Auffangeinrichtung versichert nur nach BVG-Obligatorium. Das bedeutet, dass der Differenzbetrag aus dem überobligtorischen Teil auf ein Freizügigkeitskonto überweisen wird.

Da Sie die BVG-Arbeitgeber-, wie auch die Arbeitnehmerbeiträge selber tragen, dürfen Sie die Höhe bis zu einer Obergrenze selbst bestimmen. Sind diese einmal festgelegt, können sie nicht mehr geändert werden.

Kontakt Stiftung Auffangeinrichtung